Die Kapazität der Veranstaltungsräume im Lichtenauer Technologiezentrum reichte gerade aus, um den mehr als 200 Besuchern Platz zu bieten. Denen wurde ein kurzweiliges offizielles Programm geboten, bei dem Wort- und Musikbeiträge sich mit Lasershows abwechselten.

Die Ortsvorsteherin Birgit Rebbe-Schulte begrüßte zunächst alle Gäste, insbesondere namentlich die Ehrengäste, allen voran die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, Frau Ina Scharrenbach. Deren Präsenz war nicht selbstverständlich, hatte sie doch ihre Zusage bereits zu einem Zeitpunkt gemacht, als der Termin für den Bundesparteitag ihrer Partei in Stuttgart noch nicht festgesetzt war. Dass sie dennoch direkt von Stuttgart angereist war, wurde von der Ortsvorsteherin dankbar hervorgehoben.

Als weitere Ehrengäste konnten Lichtenaus Bürgermeisterin Ute Dülfer und Landrat Christoph Rüther begrüßt werden, die später das Programm mit ihren Grußworten bereicherten. Viel Applaus bekamen auch die ehemaligen Bürgermeister Lichtenaus, die von Birgit Rebbe-Schulte in der Reihenfolge ihrer damaligen Amtszeiten aufgerufen wurden. Manfred Müller, Karl-Heinz Wange, Dieter Merschjohann und Josef Hartmann standen der Verwaltung über einen Zeitraum von insgesamt 28 Jahren vor, beginnend mit dem Jahr 1992.
Nach den Willkommensgrüßen nahm die Ortsvorsteherin die Besucher mit auf eine gedankliche Reise in Lichtenaus Entstehungsgeschichte, die entscheidend von den Sachsenkriegen Karls des Großen und der folgenden Herrschaftszeit der Paderborner Bischöfe im Hochstift bestimmt wurde. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass sich das Ortsjubiläum nicht an der Gründung Lichtenaus als Stadt, sondern an deren Ersterwähnung orientiert.

In ihrer Festrede hob dann die Ministerin Ina Scharrenbach den Zusammenhalt der Lichtenauer Bevölkerung über die letzten 700 Jahre hinweg und deren Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen angesichts der vielen zu überstehenden Katastrophen hervor, wobei sie speziell auf die ungewöhnlich vielen Stadtbrände verwies.
Ihre Frage, welchen Zusammenhang das Lichtenauer Jubiläum mit James Bond habe, beantwortete sie selbst. Liest man die 700 von hinten, so zeigt sich bei 007 die Lichtenauer Lizenz, nicht zum Töten, aber für Innovation, Fortschritt und Wandel von der Landgemeinde zur Energiestadt.
Zwischen den Redebeiträgen konnte ein Musikensemble des Lichtenauer Blasorchesters unter der Leitung von Monika Richters mit außergewöhnlichen Tonschöpfungen längst verstorbener Komponisten begeistern. Wie einer der Musiker sagte: „Solche Noten hast du sonst nie auf dem Ständer.“
Drei in das Festprogramm integrierte Lasershows als modernere Bausteine waren vom Ansatz her durchaus gegensätzlich zu den Musikbeiträgen, schafften aber eine gelungene Abrundung des Veranstaltungsablaufes. Nach Beendigung des offiziellen Programms nutzte der weitaus größte Teil der Anwesenden den Rest des Abends für viele Begegnungen und Gespräche.
Es war ein eindrucksvoller Auftakt, dem über das Jahr verteilt weitere Festlichkeiten folgen werden.





